Gegen Demonstrationstourismus in Bad Lauterberg

PK-Demo 150
 

Angesichts der angekündigten Demonstrationen rechter und linker Gruppen in Bad Lauterberg am morgigen Sonnabend haben sich alle im Rat vertretenen Parteien dagegen ausgesprochen, dass politische Demonstrationen von außen in die Stadt hineingetragen werden. Deshalb haben sie eine Resolution gegen Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus verabschiedet.

 
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Resolution des Rates PDF 231 KB

„Ich bin erschrocken über die Aktion des rechten Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen aus Thüringen und der linken Antifa morgen in der Stadt. Sie machen Bad Lauterberg zum Spielplatz ihrer Demonstrationen. Die Integration von Flüchtlingen ist in Bad Lauterberg kein Thema, weil sie gelingt,“ sagte Ingo Fiedler, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender, nach einer Sitzung des Verwaltungsrates. Er hoffe nur, dass die abends geplante Beat-Night in der Stadt ungestört und friedlich stattfinden könne. Man wolle feiern und sich nicht gegenseitig „die Köppe einhauen“.

PK-Demos 2016

In einem Pressegespräch hatte Bürgermeister Dr. Thomas Gans zuvor über den geplanten Ablauf der Demonstrationen berichtet. So plant der rechte „Freundeskreis“ mit rund 100 Teilnehmern eine Mahnwache auf dem Parkplatz zwischen Kur- und Rathaus. Die linke Antifa will mit 200 Leuten aus Göttingen anreisen und im Kleinen Kurpark demonstrieren, also in Sichtweite der rechten Aktion.

Hinzu kommen etwa 120 Demonstranten der Gewerkschaft Ver.di aus Göttingen, um vom Rewe-Parkplatz durch die Hauptstraße in Richtung Kleiner Kurpark zu ziehen. Um ein Aufeinandertreffen der rechten und linken Gruppen zu verhindern, werden einige hundert Polizisten die Gruppen trennen.

„Alle kommen von außen. Die von den Demonstranten angesprochenen Probleme sind kein Bad Lauterberger Phänomen, sagte Gans zusammenfassend. Deshalb sei ihm auch nicht ganz klar, warum die Gruppen ausgerechnet in Bad Lauterberg demonstrieren wollten. Die Stadt gebe keinen Anlass, Ziel rechter Demonstrationen zu sein. Dank der engagierten Arbeit der Ehrenamtlichen beim Kinderschutzbund funktioniere die Integration in Bad Lauterberg „vorbildlich“. Sie gebe eigentlich keinen Angriffspunkt für rechte Gesinnung.

Wie der Bürgermeister weiter berichtete, ist im Sommer im Kurpark ein Zusammenkommen der Kulturen vorgesehen, ein „Happy-Flüchtlings-Day“, der ein weiterer Schritt zur Integration der neuen Mitbürger sein solle. Daran wollen sich alle politischen Parteien im Rat und viele Bürgerinnen und Bürger beteiligen. „So stellen sich Bad Lauterberger eine Demonstration für Flüchtlinge und deren Integration vor“, so Gans weiter.

 
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