Olaf Lies von der Königshütte begeistert

Foto: Karl Heinz Bleß
 

Strahlende Augen hatte Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, als er am vergangenen Freitag die Königshütte besuchte. „Da sieht man, was die Menschen damals geleistet haben“, sagte er angesichts der alten Maschinen, die immer noch funktionieren. SPD-Kreistagsabgeordnete Barbara Rien, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat, Holger Thiesmeyer, SPD-Vorsitzender Uwe Speit und Bürgermeister Dr. Thomas Gans begleiteten ihn.

 
Königshütte-MaschinenfabrikFoto: Karl Heinz Bleß

Begeisterung bei Olaf Lies für alte Maschinen.

Die Maschinenfabrik war ganz nach dem Geschmack des „technikaffinen“ Mannes, wie sich der Minister selbst bezeichnete. Ausführlich ließ er sich die Funktion der Maschinen zeigen, begeisterte sich für das alte gotische gusseiserne Fenster in der ehemaligen Gießerei, hatte Zeit für die Erklärungen von Hans-Heinrich Hillegeist, dem Vorsitzenden des Förderkreises.

gusseisernes FensterFoto: Karl Heinz Bleß

Vor dem alten gusseisernen gotischen Fenster, das an ein Kirchenfenster erinnert

Dem Förderkreis ging es mal wieder um Wege, das Industriedenkmal Königshütte in Bad Lauterberg zu erhalten. Lies hörte sich die Pläne an, zeigte Verständnis für den Ärger mit der Bürokratie, insbesondere mit den inzwischen gemeisterten Hürden durch das Bauamt. „Wir haben ein Agreement geschlossen, mit dem wir leben können, was aber die Sache verteuert“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende des Förderkreises, Christian Mühl. Sichtlich unwohl war dem Minister, als er von den Schwierigkeiten mit dem Bauamt hörte, ist er doch auch Bauminister.

Königshütten-AußengeländeFoto: Karl Heinz Bleß

Rundgang über das Königshüttengelände

Doch dann ging es um Geld. Insgesamt haben sich die Kosten für die Instandhaltung allein der Maschinenfabrik auf 750.000 Euro angehäuft. 250.000 Euro habe Thomas Oppermann als Bundestagsabgeordneter an Bundesmitteln beisteuern können. Bisher hat der Förderverein Zusagen von insgesamt 330.000 Euro. Es gibt also eine große Finanzierungslücke.

Lies_KuhlgatzFoto: Karl Heinz Bleß

Man sah Olaf Lies das Interesse an alten Maschinen und die Hochachtung davor förmlich an.

Gerne würde der Förderkreis mit dem schon vorhandenen Geld anfangen zu bauen, zumal die Bundesmittel Ende des Jahres verfallen könnten. Und eine Wand ist einsturzbedroht. Da muss schnell etwas geschehen. „Unser Problem ist es, dass die Fördergelder erst fließen, wenn alles fertig ist. Wir müssen alles vorfinanzieren“, erklärte Mühl. „Es würde uns schon ein Stück voranbringen, wenn wir etappenweise bauen könnten.“

GesprächsrundeFoto: Karl Heinz Bleß

Gesprächsrunde: v.l. Thomas Gans, Fritz Dittmar, Christian Mühl, v.r. Wilhelm Kuhlgatz udn Olaf Lies

Umwelt- und Bauminister Olaf Lies versprach spontan kein Geld. Er versprach aber, sich mit Thomas Oppermann abstimmen zu wollen, wie man das Problem lösen könne. „Hier ist etwas ganz Besonderes, ein riesiges Stück Geschichte, das sich in diesem großen Ensemble entdecken lässt. Hier ist Harzer Industriegeschichte hautnah zu erleben“, sagte Lies. Am Ende lobte er den Förderkreis: „Wenn Sie sich nicht so engagieren würden, wäre es nicht so gut erhalten.“

GästebuchFoto: Karl Heinz Bleß

Am Ende trug sich Minister Olaf Lies ins Gästebuch des Museums ein. Links Hans-Heinrich Hillegeist, in der Mitte Wilhelm Kuhlgatz.

 
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