Stadt will keine weiteren Spielhallen

Foto: Karl Heinz Bleß
 

Die Stadt Bad Lauterberg will nicht noch mehr Spielhallen in der Innenstadt haben. Drei Spielhallen im Zentrum seien genug, hatte Holger Thiesmeyer für die SPD in einem Antrag an den Rat argumentiert. Zudem sei die Glücksspieldichte in Bad Lauterberg überdurchschnittlich hoch. Auf 221 Einwohner kommt statistisch gesehen ein Glücksspielgerät, was weit über dem Landes- und Bundesdurchschnitt liegt.

 

In seiner jüngsten Sitzung hat der Rat einstimmig den Mindestabstand zwischen Spielhallen auf von 100 auf 170 Meter Luftlinie erhöht. Dass soll dazu beitragen, Spielsucht zu begegnen, indem das Angebot durch längere Wegstrecken verringert wird. Durch diese Regelung werden bereits bestehende Unternehmen nicht gefährdet.

Hintergrund: Im Zentrum von Bad Lauterberg gibt es bereits drei Spielhallen, von denen eine im Rahmen einer Doppelkonzession betrieben wird, so dass man von vier Spielhallen ausgehen muss. In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Anfragen von Unternehmen, zusätzliche Spielhallen zu eröffnen.

Nach der gesetzlichen Verordnung über Spielgeräte und andere Spiele mit Gewinnmöglichkeit (Spielverordnung) darf in Spielhallen oder ähnlichen Unternehmen je 12 Quadratmeter Grundfläche höchstens ein Geld- oder Warenspielgerät aufgestellt werden; die Gesamtzahl darf 12 Geräte je Spielhalle nicht übersteigen. Den Abstand zwischen den Spielhallen kann eine Kommune per Satzung auf bis zu 500 Meter ausdehnen.

 
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