CDU/WgiR will Traumspielplatz sabotieren

 

CDU und Wählergruppe im Rat (WgiR) wollen offenbar gar keinen Traumspielplatz im Rat. Die Gruppe hat nun den Antrag gestellt, ihn an ganz anderer Stelle zu bauen, an dem es auch viele Parkplätze für Eltern gibt. Das wiederum hat die SPD im Rat auf den Plan gerufen. Die SPD-Ratsfraktion hat dazu folgende Stellungnahme verabschiedet:

 

Seit drei Jahren bemüht sich die Stadt darum, im Kurpark einen Traumspielplatz zu errichten. Dank des beispiellosen Engagements des Kinderschutzbundes und vieler Spender sind nun die Spielgeräte bestellt, die Genehmigung ist vorhanden und der Einweihungstermin im September steht. Die Standortfrage ist längst geklärt – auch im Einklang mit den örtlichen Hoteliers. Doch nun will die Gruppe CDU/WgiR das ganze Vorhaben in letzter Sekunde kippen: Es soll gar keinen Traumspielplatz im Kurpark geben.

Das ist ein Schlag ins Gesicht für die Aktiven des Kinderschutzbundes, die seit drei Jahren für den Traumspielplatz kämpfen und Spenden sammeln, um das Projekt zu finanzieren. Es ist auch ein Affront gegenüber den vielen Firmen und engagierten Privatleuten, die Geld und Zeit gespendet haben, um den Kurpark zu einem Traumspielpark zu machen. Und es zeigt, dass für die CDU/WgiR Kinderfreundlichkeit nur ein Lippenbekenntnis ist.

Denn hier werden ganz offensichtlich die finanziellen Interessen eines einzelnen Grundstücks­eigentümers mit Bauinteresse vor die Interessen der Allgemeinheit und vor allem vor die Interessen der Kinder gestellt. Dabei würde der Traumspielplatz nicht nur den Kurpark neu beleben, er wäre auch ein Anziehungspunkt für unsere Gäste aus nah und fern. Er ist zentral gelegen, gut zu Fuß erreichbar und macht unsere Stadt insgesamt attraktiver. Das kommt den Familien, den Hoteliers und den Geschäftsleuten gleichermaßen zugute. Von einer Verdrängung des Spielplatzes hinaus aus der Stadt, wie es offenbar von der CDU/WgiR angestrebt wird, profitiert dagegen niemand – am wenigsten Kinder und Familien.

TraumspielplatzFoto: Karl Heinz Bleß

Mit großem Aufwand hat sich der Kinderschutzbund mit Unterstützung der Stadt um einen Traumspielpark im Kurpark beworben und Spenden gesammelt. Jetzt, kurz vor Baubeginn, soll alles noch einmal auf "Null" gestellt werden?

"Das ist einfach eine Unverschämtheit gegenüber dem Kinderschutzbund und den Spendern", so Holger Thiesmeyer, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion. "Seit Jahren ist vom Traumspielplatz im Kurpark die Rede. Durch tolle Aktionen und harte Arbeit der Ehrenamtlichen sind über 30.000 Euro zusammengekommen, um den Traum wahr zu machen. Und jetzt soll das alles umsonst gewesen sein, weil der CDU/WgiR das ganze Projekt nicht passt? Da fehlen mir die Worte."

Sein Stellvertreter Uwe Speit ergänzt: "Jetzt muss sich ja nicht nur der Kinderschutzbund für dumm verkauft vorkommen, sondern auch alle, die für den Traumspielpark gespendet haben. Die CDU/WgiR-Gruppe will das Projekt kippen und den Spielplatz ganz aus dem Kurpark raushaben – mit der absurden Begründung, man wolle mehr Parkplätze für den Spielplatz. Soll der Spielplatz vielleicht in ein Industriegebiet? In Wirklichkeit geht es doch darum, dass hier ein Einzelner aus egoistischen wirtschaftlichen Motiven dagegen ist. Und der sabotiert den ganzen Traumspielpark, mit Unterstützung der CDU/WgiR."

 
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