Der SPD-Ortsverein Bad Lauterberg

Die SPD ist in Bad Lauterberg die größte politische Kraft der Stadt und im Rat derzeit mit acht Ratsmitgliedern vertreten. Darüber hinaus sind wir als Verein aber auch außerhalb der politischen Gremien aktiv und veranstalten u.a. regelmäßig das Dammwiesenfest, für alle Bürger*innen der Stadt.

Unser erster Vorsitzender ist Nils Gehrke, der die Geschicke unseres Ortsvereins lenkt. Dabei greift er auf die Unterstützung seiner Stellvertreterin Petra Schultheis und Stellvertreter Manuel Spittmann zurück.

Die Sozialdemokratie hat in Bad Lauterberg eine lange Tradition und ist schon seit über 150 Jahre im Ort aktiv. Einzige Ausnahme ist die Unterbrechung ihrer Tätigkeit während des Ersten Weltkriegs und das mit Gewalt herbeigeführtes Verbot der SPD im Nationalsozialismus. Doch jeweils nach Ende der Kriege nahm der Ortsverein seine Tätigkeit unmittelbar wieder auf und ist damit untrennbar mit der Geschichte Bad Lauterbergs verwoben.

Gliederung der SPD

Die SPD Bad Lauterberg ist Teil der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und damit eingegliedert in die Organisationsstrukturen der SPD.

Der Ortsverein gehört zum Unterbezirk Göttingen, der wiederum Teil des Bezirks Hannover ist. Letztere bildet mit den anderen drei Bezirken zusammen den Landesverband Niedersachsen und firmiert direkt unterhalb der Bundespartei der SPD.

Der Ortsverein selbst ist nicht weiter untergliedert, obwohl für die jeweiligen Ortsteile Bad Lauterberg, Barbis, Bartolfelde und Osterhagen eigene Abteilungen denkbar wären.

Der aktuelle Vorstand der SPD Bad Lauterberg

Der Vorstand des Ortsvereins besteht aus fünf Personen:

Nils Gehrke Nils Gehrke
Vorsitzender
Uferstraße 26
37431 Bad Lauterberg

05524 / 9969 895
nils.gehrke@spd-badlauterberg.de
Petra Schultheis Petra Schultheis
Stellvertretende Vorsitzende
Lönsweg 5
37431 Bad Lauterberg

05524 / 9972 52
Manuel Spittmann
Manuel Spittmann
Stellvertretender Vorsitzender
Dirk Aue
Dirk Aue
Schriftführer
placeholder.svg
Senad Kajevic
Kassierer

Geschichte des Ortsvereins

Zusammengestellt von Gudrun Teyke

Titelblatt des Protokolls aus Eisenach Auszug des Protokolls aus Eisenach

Wenn auch das genaue Gründungsdatum des SPD-Ortsvereins nicht bekannt ist, kann man davon ausgehen, dass der Ortsverein so alt ist wie die SPD selbst (1863). Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1869: das „Protokoll über die Verhandlungen des Allgemeinen Deutschen sozial-demokratischen Arbeiterkongresses zu Eisenach“, der vom 7. bis 9. August 1869 tagte. Am Ende des Protokolls steht ein alphabetisches „Verzeichnis der im Congreß zu Eisenach thätig gewesenen Delegirten“. Als 38. Name steht dort Eduard Dannhauer aus Lauterberg, der 105 Mitglieder vertrat. Weiter ist vermerkt, dass er zu den Lassalleanern gehörte, einer Strömung in der Arbeiterbewegung, die eine selbstständige politische Partei anstrebten. Auf dem Kongress wurde auch die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP) gegründet, eine von mehreren Vorläuferparteien der SPD. 1863 gab es demnach schon 105 Mitglieder in Lauterberg.

1914 löste sich der Ortsverein auf. Nach dem Kriege (1918) wurde er neu gegründet und nannte sich Sozialdemokratischer Wahlverein. Bei den ersten Kommunalwahlen nach dem Krieg erreichte die SPD mehr als zwei Drittel aller Stimmen.

Die frühen 20er Jahre waren geprägt von den Flügelkämpfen zwischen USPD (Unabhängige) und der MSPD (Mehrheits-SPD). Erst 1924 gelang die Vereinigung. Drei Namen prägten die SPD während der Weimarer Republik:

  • Jean Uebel, ihr Hauptredner und Ortsvereins-Vorsitzender (1924-33),
  • Hermann Stopperich, der später (1949) als Abgeordneter in den ersten Deutschen Bundestag einzog,
  • und der langjährige und sehr beliebte Bürgermeister August Stauf, der bis zur Machtergreifung Hitlers (1933) im Amt blieb.

Im März 1933 wurde die SPD verboten und fast alle Akten des Ortsvereins verbrannt. Einige Reste der Unterlagen wurden teils unter Lebensgefahr versteckt, letztlich gingen aber auch sie bis zum Kriegsende verloren. Die Genossen wurden verfolgt und mussten in den Untergrund. Treffen der Sozialdemokraten waren nur noch unter dem Deckmantel von Vereinen möglich (dem Arbeiter-Gesangsverein "Frohsinn", dem Arbeiter Rad- und Kraftfahrverein und dem Arbeiter-Samariterbund).

Nach dem Zweiten Weltkrieg (1945) wurde Herrmann Stopperich von den Alliierten als SPD-Vorsitzender eingesetzt und bei der Neugründung dann auch von den Mitgliedern bestätigt. Im Herbst 1945 luden die beiden großen Linksparteien SPD und KPD zu Versammlungen ins Kurhaus ein. Es kamen 500 bzw. 400 Besucher. Beide Parteien kämpften um die Vorherrschaft in der Stadt. (Rechtsparteien gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht) Die "Rechten" schlossen sich 1946 vor der ersten Kommunalwahl zur FDP zusammen. Bei der ersten freien Wahl im September 1946 erhielten sie auf Anhieb 10 Sitze, die SPD 9 und die KPD 2. In dieser Zeit war der Zusammenhalt der "Linken" durch das gemeinsame Schicksal während des Dritten Reiches noch sehr groß und so wurde Herrmann Schletz (SPD) als 1. Bürgermeister gewählt.

1972 schlossen sich mit der Gebietsreform die Ortsvereine von Bad Lauterberg, Barbis, Bartolfelde und Osterhagen zu einem gemeinsamen Ortsverein zusammen. Er ist der einzige SPD-Ortsverein im Altkreis Osterode ohne (Unter-)Abteilungen. Ob das auch in Zukunft so bleiben wird, diskutieren die Mitglieder derzeit ausgiebig.

Bis 2016 ist es der SPD gelungen, ununterbrochen als stärkste Fraktion in den Rat einzuziehen. Seit dem 1. November 2011 stellt die SPD auch wieder den Bürgermeister.

Seit 1945 leiteten folgende Ortsvereins-Vorsitzende die Geschicke der Partei:

  • Hermann Stopperich
  • Hermann Schletz
  • Gerhard Richter
  • Rudolf Haase
  • Wilhelm Ahrens
  • Eberhard Kabitz
  • Willi Gruner
  • Robert Böttcher
  • Heiko Tietz
  • Holger Thiesmeyer
  • Ingo Fiedler
  • Uwe Speit
  • Nils Gehrke